Guten Appetit!

Guten Appetit!

Keine Sorge, ihr bekommt jetzt keine Rezepte von mir. Obwohl so ein bisschen hat es schon damit zu tun. Ich war ja diese Woche erneut auf einer Geburtstagsfeier eingeladen. Es war sogar ein runder: der 60. meiner lieben Nachbarin. Und da war ja mal wieder eine Geschenkidee gefragt. Als erstes kam die Idee wie immer: Blumen oder etwas für den Garten, evtl. in Gutscheinform. Da wir das aber häufig verschenkt haben, wollte ich eigentlich etwas anderes. Ich wusste, dass das Geburtstagskind auch leidenschaftlich gerne kocht, also dachte ich an ein Kochbuch und begab mich auf die Suche. Leider fand ich es sehr schwierig, im Kochbuchdschungel ein tolles rauszufinden, es sollten ja auch nachkochbare, aber nicht so alltägliche Gerichte sein…Im Internet war ich schnell überfordert, also ging es in den guten alten Buchladen vor Ort, nur sprach mich dort auch nichts wirklich an. Man hatte die Wahl zwischen Tim Mälzer und Dr. Oetker. Aber ich sah schön gestaltete Rezeptbücher. Und da kam mir die Idee: „Das kannst du doch auch!“ So war die Idee geboren. Man hat ja ständig Kopien von Rezepten (damit habe ich meine Nachbarin auch schon reichlich versorgt) und die flattern dann so rum…Da Wochenende war, wir Samstag ja ab Mittag zur anderen Geburtstagsfeier unterwegs waren, blieb nur noch der Sonntag zum Gestalten und das vorhandene Material zur Nutzung. Ich besorgte nur noch einen einfarbigen Ordner und dann gings am Sonntag los! Und jetzt kann ich euch das Ergebnis fertig zeigen. Es gab übrigens eine Premiere: ich habe zum ersten Mal embosst! Beim Seitenstreifen kam mir die Idee, zu den Farben würde doch Kupfer so gut passen. Also traute ich mich. Ich hatte alles schon so lange zu Hause, habe mich aber nicht ran getraut. Und was soll ich sagen: ich war begeistert. Meine Tochter kam hinzu und wollte am liebsten den ganzen Tag embossen…also werden wir es wohl wieder tun. Ganz perfekt ist es noch nicht geworden. Man sieht schwer, wo man mit versamark hin stempelt, da die „Tinte“ ja farblos ist. Und ein paar Reste sind auch noch an anderen Stellen geblieben. Aber ich habe auch den Embossing-buddy vergessen, damit fährt man – glaube ich- vorher über das Papier, damit letzteres nicht passiert. Naja, aber für das erste Mal ist es doch gut geworden. Die Überschrift auf der Frontseite des Hefters wollte ich dann auch so gestalten, nur war das Papier schon auf den Ordner geklebt. Aber egal…und prompt stempelte die Sache nicht gut ab und das Embossingpulver verteilte sich nur zu halben Buchstaben. Aber man konnte es super wieder entfernen und dann retteten mich die Kupferpapierbögen. Alle Buchstaben mit der Big shot ausgestanzt und darüber geklebt. Jetzt würde ich gerne auch mal mit dem Glitzerpulver arbeiten, aber da muss ich noch die passende Anleitung suchen. (Vielleicht kann mir jemand von den Lesern helfen!?) Dann habe ich noch lange überlegt, wie ich das seitliche Register mache. Also stanzte ich probeweise mit dem Falzbrett für Umschläge und Geschenktüten. Ersteres gefiel mir gut. Also nahm ich einen passenden Block mit Bastelpapieren (diesmal nicht von stampin up, da hatte ich nicht so viel Zusammenpassendes auf Lager) und gestaltete die einzelnen Registerseiten. Dabei entschied ich mich für ein schlichtes Design, obwohl ich eigentlich viel stempeln und gestalten wollte. Und dann kam mir auch endlich die Idee zur Gestaltung der Frontseite, denn die Buchstaben wirkten schon so für sich…da kam mir alles andere nicht so passend vor. So zogen sich die kleinen Deckchen durch das Kochbuch, die ich dann mit einem Schwamm in den passenden Farben gestaltete. Und dann war es fertig!!! Was sagt ihr? Schönen Sonntag und Wochenstart euch!
PS: Ich zeige euch nicht alle Registerseiten, nur ein paar Beispiele. Prinzip bleibt ja gleich.

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die Frontseite

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die Seite

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das erste Einlegeblatt

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das erste Registerblatt

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ein einheitliches Rezeptblatt (von Sohnemann gemacht)

Noch ein paar Beispiele:
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6 thoughts on “Guten Appetit!

  1. Wow Ines,
    da hat sich Deine Nachbarin mit Sicherheit gefreut, nehme ich an.
    Was für eine Arbeit, aber das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen.
    LG
    Dörthe

    1. Liebe Dörthe, ja – ein wenig länger hat es diesmal gedauert (ich saß den ganzen Tag daran), da ich ja auch alle Buchstaben aus den Restrandstreifen der Papiere ausgestanzt habe…das dauert ja. Aber man spart ein wenig Sport…zumindest ein paar Armmuskeln dürfte ich beim Leiern bekommen haben. Und die Freude der Nachbarin entschädigt ja sowieso für alles! Liebe Grüße nach Jena, Ines

  2. Liebe Ines,
    das ist eine wirklich tolle Geschenkidee und auch richtig schön umgesetzt. Embossen gefällt mir auch gut. Und wenn du Versamark schlecht siehst, es gibt auch Embossingstempelkissen in vielen verschiedenen Farben, passend zu vielen Pulvern. Da hat man besser den Überblick. Und mit Glitzer embossen ist auch nichts anderes, das Prinzip bleibt immer das Gleiche. Pulverrückstände nehme ich immer vor dem Erhitzen etwas mit dem Pinsel weg (da wo sie nicht hingehören). Mit dem (mir auch noch fehlenden) Embossingbuddy soll sich das wohl erübrigen.

    Es ist jedoch wie gesagt sehr schön geworden. Auch das mit dem Cover mit dem Besteck ist wirklich toll!

    Liebe Grüße
    Silke

    1. Liebe Silke, vielen Dank für deinen lieben Kommentar und die Tipps. ich werde das alles mal nach und nach ausprobieren…am besten schicke ich gleich eine Großbestellung Embossingpulver raus…;-)An dem Cover hing ich gedanklich wirklich lange. es sollte nicht überladen werden…aber auch nicht zu leer. Also habe ich erst einmal nach der Schrift mit den Innenseiten angefangen. Das Besteck lag allerdings schon ausgestanzt bereit, das wollte ich noch unterbringen…aber auf so einem ganzen Deckchen sah das komisch aus. Doch beim Gestalten der Innenseiten kam mir die Idee mit den hälftigen Deckchen…und dann war ich auch zufrieden. Manchmal stimmt der Spruch „Gut Ding will Weile haben“ eben doch! Liebe Grüße von Ines

  3. ja … und ich bin nun die von Ines so schön beschenkte Nachbarin, die sich natürlich sehr über die sowohl außen als auch innen so toll gestaltete Rezept-Sammelmappe gefreut hat. Natürlich benutze ich sie schon und habe bereits einiges eingeheftet.
    Ich bewundere sehr Ines Kreativität, ihren Ideenreichtum und habe immer großen Respekt vor dem Zeitaufwand und der vielen Arbeit, die sie sich – in diesem Fall sowie auch schon bei anderen Gelegenheiten – gemacht hat, um mir bzw. unserer Familie Freude zu bereiten. Es muss außerdem noch angemerkt werden, dass sie für mich auch noch eine ganz tolle Geburtstagskarte (3-dimensional) gezaubert hat. Da waren auch meine Gäste zur Geburtstagsfeier sehr beeindruckt!
    Und deshalb an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank, liebe Nachbarin Ines. Ich wünsche dir weiterhin viele schöne Ideen und Anregungen sowie großen Spaß und gutes Gelingen beim Basteln – auch zusammen mit den Teilnehmern in deinen work shops.

    1. Liebe Christine, vielen Dank für deinen lieben Gruß. Ich freue mich, dass das Geschenk schon in Benutzung ist. Ich finde, das ist die beste Variante beim Basteln: man hat beim Basteln viiiel Spaß, der Beschenkte hat Spaß und kann die Sache auch für sich nutzen. Schön, dass die Karte auch ankam. Am schönsten ist, dass ich dir eine Freude machen konnte. Wenn du auch mal Lust hast, so etwas zu werkeln…hast du ja den kürzesten Weg! Liebe Grüße, Deine Ines

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